Save Climate

Übersicht

Der FAIR and GREEN e.V. hat zum 01.03.2017 seine Klimaschutzinitiative unter dem Stichwort "Save Climate" gestartet. Für den Verband heißt dies, sich gemeinsam verstärkt für klimafreundliche Praktiken im Weinbau einzusetzen. Die Initiative besteht aus zwei wesentlichen Bausteinen:

  • Bündlung von Klimaschutzmaßnahmen
  • CO2-neutrale Produktion von Beschaffung bis Absatz

Die Treibhausgasemissionen der Weingüter spielen von Beginn an eine wichtige Rolle bei FAIR'N GREEN, denn es geht uns um eine nachhaltige Senkung aller negativen Umwelteffekte des Weinan- und Ausbaus sowie der Vermarktung. Für alle FAIR'N GREEN-Weingüter werden jährlich die energieverbrauchsbedingten Treibhausgasemissionen erfasst. FAIR'N GREEN sieht es als erwiesen an, dass die Unterscheidung bzgl. der Umweltfreundlichkeit von landwirtschaftlichen Produkten nicht allein über den Pflanzenschutz erfolgen kann. Stattdessen müssen weitere Umwelteffekte wie Klimawirkung, die Wirkung auf Biodiversität und Ökosysteme sowie natürlich Energie- und Ressourceneffizienz gleichrangig mitberücksichtigt werden - und das über die gesamte Herstellung des Produkts bis hin zum Konsumenten. 

Klimaschutzinitiative „Save Climate“

„Wir sind uns unserer Verantwortung für den Umwelt und Klimaschutz bewusst und achten in allen Bereichen der Weinherstellung darauf, den Ausstoß von Treibhausgasen auf ein Minimum zu reduzieren. Deshalb ergreifen wir weitreichende Maßnahmen, um den CO2-Fußabdruck jedes Weinguts zu senken:

Um Ihrer besonderen Verantwortung für das Klima gerecht zu werden, setzen die FAIR'N GREEN-Weingüter umfassend Maßnahmen zum Klimaschutz um. Dazu zählen unter anderem:

  • Bezug von Ökostrom im Weingut,
  • Verbesserung der Energieeffizienz und Förderung des Betriebs von modernen Energieversorgungstechniken wie Geothermie, Blockheizkraftwerken, Solar- und Photovoltaikanlagen,
  • Reduktion des Kraftstoffverbrauchs und Verwendung von Biokraftstoffen sowie Förderung von Elektromobilität,
  • Nutzung von leichten Glasflaschen (mit einem Richtwert von 420g) für alle Weine des Basissegments,
  • Umfangreiches Recycling und Minimierung der Restmüllmenge,
  • Verzicht auf mineralischen Stickstoffdünger, um Bildung von Lachgas zu vermeiden,
  • Sicherung der biologischen Vielfalt,
  • Regionale Beschaffung zur Vermeidung von Emissionen aus der Logistik,
  • Nutzung klimaneutraler Transporte im Inland und Förderung von klimaneutralen Transporten im Ausland,
  • Reduktion von Flugreisen

Ein wichtiger Bestandteil der Klimaschutzinitiative ist darüber hinaus die Auszeichnung von CO2-neutralen Produkten. Die dafür benötigte vollständige Analyse nach Greenhouse Gas Protokoll wurde bisher für das Weingut Egon Schmitt aus Bad Dürkheim umgesetzt.

 

 

 

CO2-neutraler Wein als Bestandteil der Klimaschutzinitiative

Einige FAIR'N GREEN-Mitglieder haben bereits so viele Klimaschutzmaßnahmen ergriffen, dass für Sie der Weg zum co2-neutralen Weingut offen steht. Für diese besonders engagierten Weingüter besteht daher die Möglichkeit, die Treibhausgasemissionen der Weinherstellung von Beschaffung bis Absatz umfassend zu berechnen und die verbleibenden Emissionen durch anerkannte Klimaschutzzertifikate auszugleichen:

  • Berechnungsmethoden
  • Maßnahmen zur Senkung von Treibhausgasemissionen im Weinbau
  • Wie wird ein Wein CO2-neutral?
  • Unsere Kompensationsprojekte

Diese Weingüter sind bereits co2-neutral:

Kennzeichen für co2-neutralen Wein

Weingut Egon Schmitt

Durch die Analyse der Treibhausgasemissionen in der Weinherstellung, kann das Weingut Egon Schmitt fortan seine Weine als co2-neutrale Produkte kennzeichnen!

 
 

Wie wird ein Wein co2-neutral?

Wichtigster Bestand des Verfahrungs ist die Unternehmensanalyse hinsichtlich einer CO2 – und Ökobilanz. Hier werden alle Bereiche des Unternehmens beleuchtet, um ein möglichst detailliertes, belastbares Bild des Status Quo zu erhalten. Bei der Betrachtung des Unternehmens wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt der schon bei der Analyse von Betrieben nach dem FAIR’N GREEN Standard zur Anwendung kommt, einem Nachhaltigkeitsstandard den Athenga in mit den Partnern des FAIR’N GREEN Verbands für nachhaltigen Weinbau entwickelt hat.

Das renommierte und international anerkannte Greenhouse Gas Protocol bildet die Basis für die anschließende Berechnung des Produkt- und des Unternehmens Carbon Footprint. Die Emissionen werden in sogen. Scopes eingeteilt welche eine detailliertere Berechnung und zielsicherere Handlungsempfehlungen ermöglicht. Hierdurch können individuelle Herausforderungen erkannt und maßgeschneiderte Ansätze umgesetzt werden.

Für eine Zertifizierung als klimaneutrales Produkt, bzw. klimaneutrales Unternehmen bietet Save-Climate.com darüber hinaus die Anschaffung von Emissionszertifikaten aus ausgewählten Neutralisierungsprojekten nach Gold Standard zu einem marktüblichen Preis an. Als Dienstleister verfügt Save-climate.com auch über die Möglichkeiten der Beratung bei der Kommunikation der Ergebnisse bzw. der Emissionsfreiheit und der Aussendarstellung, sowie die Veröffentlichung der Zertifikate auf der Website sowie der Vergabe eine Urkunde als Beleg für die Klimaneutralität.

Unsere Kompensationsprojekte

Bei der Auswahl der Zertifikate legen wir großen Wert auf hohe Standards bei der Vergabe von Projekten. Es wurde sich in diesem Zusammenhang für Gold Standard Zertifikate entschieden, die einen hohen Wirkungsgrad und hohe Glaubwürdigkeit bei der Umsetzung der Projekte garantieren. Der FAIR and GREEN e:V. unterstützt vor allem Projekte, welche neben der Klimaschutzkomponente noch einen sozialen Mehrwert für die lokale Bevölkerung in der Projektregion erbringen. Hierzu wurden drei Projekte ausgesucht die dem oben genannten Goldstandart entsprechen und in ihrer Umgebung eine hohe Wirkungskraft entfalten:

Effiziente Kochöfen in Ghana

Kategorie: Energieeffizienz

Projektregion: Ghana, Westafrika

Produktion und Verteilung von effizienten Kochöfen. Zum Kochen wird deutlich weniger Brennstoff benötigt. Dies schützt den Baumbestand, reduziert den CO2 Ausstoß und fördert durch die Produktion vor Ort das lokale Handwerk.

 

 

 

Aufforstung endemischer Wälder in Costa Rica

Kategorie: Aufforstung

Projektregion: Finca la Virgin, Costa Rica, Zentralamerika

Umwandlung ehemaliger Weideflächen in endemische Mischwälder mit 15% Teakholz-Anteil, bewirtschaftet nach FSC Standard. Gewinn des Teakholz- und Zertifikatverkaufs geht zum Großteil an die lokale Bevölkerung. Darüber hinaus bleiben mind. 10% aktuell sogar 25% der Aufforstungsfläche als Naturreservat unberührt.

 

Verbreitung des Wassserfiltrierungssystems LifeStraw® in Kenia

Kategorie: Energieeffizienz

Projektregion: Kenia, Ostafrika

Bereitstellung des Lifestraw®-Filtrierungssystems und damit Zugang zu sauberem Wasser für Jeden. Wegfall des sonst gängige Verfahren des Abkochens des Wassers und somit Reduktion des Brennstoffverbrauchs und Minderung der Abholzung.