Positionspapier, September 2022: Fair and Green e.V. zum EU-Verordnungsentwurf zur nachhaltigen Verwendung von Pflanzenschutzmitteln

Die EU-Kommission hat Mitte Juni 2022 den Verordnungsentwurf für die nachhaltige Verwendung von Pflanzenschutzmitteln (Sustainable Use Regulation – SUR) veröffentlicht. Unter anderem wird darin die Halbierung der eingesetzten Pflanzenschutzmenge bis 2050 und das komplette Verbot in empfindlichen Gebieten vorgeschlagen.

Als Verband für nachhaltigen Weinbau unterstützt der Fair and Green e. V. grundsätzlich die Ambition der EU-Kommission die potenziellen Umweltrisiken von PSM zu reduzieren. Die pauschalen Mengenreduktionsziele innerhalb des Vorschlags verfehlen allerdings das übergeordnete Ziel des Umweltschutzes und gefährden gleichzeitig die Ertragssicherheit und die Betriebserfolge in der Weinwirtschaft. Der moderate Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist auch in einer nachhaltigen Landwirtschaft essenziell, um Qualität und Quantität der Erträge und damit die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit der Betriebe zu sichern. Würde der Vorschlag so umgesetzt würde dass für viele Betriebe und damit Kulturlandschaften das aus bedeuten.

Der Fair and Green e. V. fordert deshalb, die europäischen PSM-Reduktionsziele vorrangig an die Umweltwirkung des Wirkstoffs und nicht ausschließlich an die Menge zu koppeln. Die einseitige schwarz-weiß Betrachtung des Pflanzenschutzes muss durch eine wissenschaftsbasierte Betrachtungsweise ersetzt werden.

Nachhaltigkeitspreise 2022

Erneut Nachhaltigkeitspreise von FAIR’N GREEN vergeben – Weingut Georg Breuer und Winzergenossenschaft Sommerach als nachhaltigste Betriebe ausgezeichnet. Andrea Wirsching und Stefan Braunwell neu im Vorstand des Fair and Green e.V.

Zum mittlerweile zweiten Mal hat der Fair and Green e.V. Auszeichnungen an unterschiedliche Akteure der Weinwirtschaft vergeben, die sich um das Thema Nachhaltigkeit besonders verdient gemacht haben. Im Rahmen des FAIR’N GREEN-Weinbautags mit anschließender Mitgliederversammlung, der vom 07.-08. April - erstmalig seit der Covidpandemie wieder physisch - im Weingut Braunewell in Essenheim stattfand, wurden fünf Preise verliehen. Die 12-köpfige Jury aus namhaften Vertreterinnen und Vertretern der Weinbranche haben die folgenden Preise verliehen.

Andrea Wirsching und Stefan Braunwell neu im Vorstand des Fair and Green e.V.

Am 08. April 2022 fand die ordentliche Jahreshauptversammlung für das Jahr 2021 des Fair and Green e.V. beim Weingut Braunewell in Essenheim statt. Die jährliche Mitgliederversammlung stellt eine zentrale Plattform für den Austausch von Wissen & Praxiserfahrung dar.

FAIR'N GREEN begrüßt neue Vorstandsmitglieder:

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der Vorstand neu gewählt. Wir freuen uns darüber, dass Frau Andrea Wirsching und Herr Stefan Braunewell den Vorstand zukünftig unterstützen werden und bedanken uns bei Frau Theresa Breuer (Weingut Georg Breuer) und Herrn Tobias Zingerle (Kellerei Kaltern) für ihr langjähriges Engagement.

 

Genauere Details finden Sie in der hier verlinkten Pressemitteilung:
FAIR'N GREEN - Pressemitteilung: Nachhaltigkeitspreise - Neue Vorstandsmitglieder 

FAIR᾿N GREEN-Zertifizierung für erste Weinfachhandlungen

Erstmalig wurden drei Weinfachhandlungen als FAIR᾿N GREEN Certified Partner zertifiziert. FAIR᾿N GREEN erweitert dadurch sein nachhaltiges Netzwerk innerhalb der Weinbranche. Ziel ist es, eine Fachhandelsgruppe zu etablieren, die ihr Engagement für Nachhaltigkeit im Weinfachhandel bündelt und sich gemeinsam im Markt stärker positionieren kann.

Mit walter & sohn aus München, Wein Wolff aus Leer und LöwWeine aus Quierschied-Göttelborn dürfen die ersten drei Weinfachhandlungen das Label „FAIR’N GREEN Certified Partner“ nutzen.

Fachhandel stärken

Durch die Zertifizierung erfolgte der Startschuss für eine Fachhandelsgruppe, die sich künftig gemeinsam im Markt positioniert und ihr Engagement im Bereich Nachhaltigkeit stärkt. Enge Beziehungen zu den Weingütern, attraktive Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie umfassendes Weinwissen und kompetente Beratung sind nur einige der Grundpfeiler, die den guten, nachhaltigen Fachhandel ausmachen. Diese Expertise ist das Fundament für eine langjährige und erfolgreiche Betriebsführung und muss in der FAIR’N GREEN-Partnerzertifizierung umfangreich nachgewiesen werden.

Nachhaltigkeitskriterien im Fachhandel

Teil der Prüfung ist außerdem, das nachhaltige Handeln hinsichtlich Energieeffizienz, Ressourcenschutz, gesellschaftlichem Engagement, Einsatz nachhaltiger Materialien sowie Reduktion der CO2-Emissionen nachzuweisen. Die Weinfachhandlungen sollen zudem ihr Angebot an ökologisch und nachhaltig zertifizierten Weinen ausbauen. Das FAIR’N GREEN-Siegel verpflichtet die Händler zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung.

Nachhaltigkeit von der Rebe bis auf den Tisch!

„Mit der Zertifizierung von Weinfachhandlungen nach FAIR’N GREEN-Standard stärken wir nicht nur den Fachhandel, sondern setzen den Weg fort, Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wein-Wertschöpfungskette zu integrieren.“, betont Dr. Keith Ulrich, Vorstandsvorsitzender des Fair and Green e.V. Durch die Ausweitung des FAIR’N GREEN-Standards auf den Fachhandel wird der Nachhaltigkeitsgedanke in der gesamten Weinbranche gestärkt. In den kommenden Jahren sollen zahlreiche weitere Partner aus der Weinwirtschaft gewonnen werden. Außerdem wird der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Produkten seitens der Verbraucherinnen und Verbraucher Rechnung getragen.

 

Die drei zertifizierten Weinfachhandlungen im Portrait:

Der andere Weinhandel für München

Der Weinfachgroßhandel walter & sohn wurde 2005 von Guido Walter gegründet. Mit dem Fokus auf deutsche Weine konnte damals eine Lücke im Münchner Weinmarkt geschlossen werden. Mit der Zeit wurden Weine aus anderen Ländern Europas ins Portfolio aufgenommen, so dass heute eine breite Geschmacksvielfalt abdeckt wird. Die angebotenen Weine stammen von Winzern, mit denen eine enge und lange Beziehung gepflegt wird. Einige der Weine sind aus biologischem, biodynamischem oder nachhaltigem Anbau. Durch das Gespür für Trends versteht sich das Team von walter & sohn als wichtiger Teil der Kultur Münchens. 2019 wurde walter & sohn von der Fachzeitschrift „Weinwirtschaft“ des Meininger Verlags zum „Weinfachhändler des Jahres“ gekürt.

„SUSTAIN & REMAIN” (Guido Walter)

www.walterundsohn.de

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Nachhaltiger Genuss seit über 220 Jahren

Die Weinfachhandlung Wein Wolff wurde 1800 gegründet und wird nach über 200-jähriger Geschichte heute durch Jan Wolff geführt. Das Weinsortiment umfasst über 1000 Weine verschiedener Preisklassen aus allen wichtigen Anbauländern. In den Jahren 2003, 2008 und 2014 wurde Wein Wolff vom Meininger Verlag (Weinwirtschaft) als „Weinfachhändler des Jahres“ und im Jahr 2019 durch das Deutsche Weininstitut mit dem Fachhandelspreis ausgezeichnet. Das Stammhaus der Weinfachhandlung befindet sich im historischen Haus Samson in Leer, das unter Denkmalschutz steht.

„Nur das nachhaltige Handeln meiner Vorfahren hat dem Betrieb das Fortbestehen in 7. Generation ermöglicht. Ökologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte wurden schon damals gleichermaßen berücksichtigt. Mit FAIR’N GREEN haben wir heute einen klaren Maßstab, an dem wir unser Handeln auch zukünftig messen und ausrichten können.“ (Jan Wolff)

www.wein-wolff.de

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Gute Weine, die nach mehr schmecken als sie kosten

Mit der Auszeichnung „Weinhändler des Jahres 2018“ in der Kategorie „Selbstständiger Weinfacheinzelhandel“ wurde LöwWeine für das konzentrierte, klug zusammengestellte Angebot prämiert. Christian Löw führt das inhabergeführte Unternehmen seit 2011. Die Weinfachhandlung ist darauf spezialisiert, ein kleines, aber qualitativ hochwertiges Angebot mit unterschiedlichen Geschmacksprofilen abzubilden. Schwerpunkte liegen bei Weißweinen aus der Grenzregion Saar, Mosel, Pfalz, Luxemburg sowie bei Rotweinen aus den französischen Regionen Haut-Languedoc und südliches Rhônetal.

„Ich erachte es als zwingend notwendig, dass jeder Einzelne, Einzelperson und Unternehmen, etwas für die Umwelt machen muss. Der Klimawandel verändert unsere Umwelt – und damit auch unsere menschliche Existenz – in hohem Tempo. Und wir müssen handeln – in gesellschaftlicher Verantwortung für unsere Nachfolgegenerationen.“ (Christian Löw)

www.loewweine.com

 

Über FAIR᾿N GREEN

FAIR᾿N GREEN ist das Siegel für nachhaltigen Weinbau. Es hilft Winzern dabei, Nachhaltigkeitsziele, wie die Reduktion der CO2-Emissionen, höhere Biodiversität oder gesellschaftliches Engagement objektiv mess- und überprüfbar zu machen und integrativ zu erreichen. Konsumenten erkennen die nachhaltigen Weine anhand des Siegels auf der Flasche und können sich bewusst für nachhaltige Produkte entscheiden. Über 70 Weingüter aus 6 Ländern haben das FAIR’N GREEN Siegel bereits erhalten. Mittlerweile zertifiziert FAIR’N GREEN auch Partner der Wein-Wertschöpfungskette.

Weitere Informationen unter:

www.fairandgreen.de/was-ist-fair-and-green/

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Weitere Informationen Fair and Green e.V.
Benjamin Laux
In der Raste 12
53129 Bonn
T +49 228 886 844-86
benjamin.laux@fair-and-green.com

Öffentlichkeitsarbeit Fair and Green e.V.
Sigrun Damerau
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sigrun.damerau@fair-and-green.com

Vollherbst erste Etikettendruckerei mit FAIR᾿N GREEN Zertifizierung

FAIR᾿N GREEN, das Siegel für nachhaltigen Weinbau, gibt es jetzt auch für Zulieferer der Branche: FAIR᾿N GREEN Certified Partner. Als erste Druckerei hat Vollherbst diese Zertifizierung erhalten und stellt sich somit als kompetenter Partner für  Weinerzeuger auf, die über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg auf Nachhaltigkeit achten.

Bonn / Endingen, 27. Juli 2020. Vollherbst verstärkt seine nachhaltige Ausrichtung. Der Erhalt des Siegels FAIR᾿N GREEN Certified Partner macht dieses Engagement sichtbar und gibt einen weiteren Impuls für die langfristige Entwicklung des Unternehmens.

Ein ganzheitliches System
„FAIR᾿N GREEN finde ich so spannend, weil es wirklich in die Tiefe geht“, erklärt Matthias Vollherbst, Geschäftsführer der VollherbstDruck GmbH. „Jedes Unternehmen wird einzeln betrachtet, um einen individuellen Maßnahmen- und Entwicklungsplan zu erstellen.“ FAIR᾿N GREEN stellt den verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur in den Fokus. Im Zertifizierungsprozess wird die gesamte Wertschöpfungskette, der ökologische Fußabdruck, die Betriebsführung und das gesellschaftliche Engagement eines Unternehmens analysiert. So bilden die drei Säulen der Nachhaltigkeit Ökonomie, Ökologie und Soziales das Fundament jeder Zertifizierung. Das FAIR᾿N GREEN-Siegel verpflichtet Unternehmen darüber hinaus zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung.

Nachhaltigkeit bei Vollherbst
Vollherbst investiert umfassend in die Zukunftsfähigkeit des Betriebs. Dazu gehören Digitalisierung, ein ressourcenschonender Umgang mit Wasser und Strom sowie die Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten. In gleichem Maße spielen die Weiterbildung von Mitarbeitern, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie flache Hierarchien und ein Mitspracherecht aller bei Vollherbst eine große Rolle. Mit FAIR᾿N GREEN ist das Familienunternehmen nun Teil einer starken Wertegemeinschaft, mit dem langfristigen Ziel einen umfassend nachhaltigen Betrieb zu führen. Dr. Keith Ulrich, Vorstandsvorsitzender vom Fair and Green e.V., zeigt sich sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit: „Mit Vollherbst haben wir einen sehr engagierten Partner gewonnen. Die Zertifizierung des Unternehmens markiert den Startpunkt für die Ausweitung der FAIR᾿N GREEN-Zertifizierung innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette.“

Erweiterung des Portfolios
Neben der nachhaltigen Ausrichtung des Unternehmens profitieren auch Vollherbst-Kunden von FAIR᾿N GREEN: Das Unternehmen verpflichtet sich weiterhin, den Anteil nachhaltig zertifizierter Produkte stetig zu erhöhen und umweltfreundliche Alternativen zu bisherigen Farben, Lacken und Papieren ins Portfolio zu bringen. Aktuell führt Vollherbst die innovative Technologie EcoLeaf für metallisierte Veredelung ohne den Einsatz von Prägefolien ein. Das Verfahren spart eine erhebliche Menge an Material, Kosten und Produktionszeit ein. Darüber hinaus ermöglicht die Technologie eine hohe Vielfalt an metallischen Farbtönen und neue Optionen in der Etikettenveredelung. Kunden, die selbst FAIR᾿N GREEN zertifiziert sind, haben mit Vollherbst nun einen starken Partner in der Produktvermarktung an ihrer Seite.

Diesen Text sowie hochauflösendes Bildmaterial finden Sie zum Download unter:
https://www.panama-pr.de/download/Vollherbst_FNG_CertifiedPartner.zip

Über FAIR᾿N GREEN
FAIR᾿N GREEN ist das Siegel für nachhaltigen Weinbau. Es hilft Winzern dabei, Nachhaltigkeitsziele, wie die Reduktion der CO2-Emissionen, höhere Biodiversität oder gesellschaftliches Engagement objektiv mess- und überprüfbar zu machen und integrativ zu erreichen. Konsumenten erkennen die nachhaltigen Weine anhand des Siegels auf der Flasche und können sich bewusst für nachhaltige Produkte entscheiden.

Weitere Informationen unter:
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Über Vollherbst
Das 1921 gegründete Familienunternehmen ist Anbieter hochveredelter Premiumetiketten in den Bereichen Wein, Sekt und Spirituosen sowie Lebens- und Genussmittel. Seit 2020 ist Matthias Vollherbst in 4. Generation Inhaber des Unternehmens mit Sitz in Endingen am Kaiserstuhl. Innovative Ideen sowie ein tiefes Verständnis für die Werte und Herausforderungen seiner Kunden zeichnen Vollherbst aus. Mit seinem Vermarktungsansatz steigert Vollherbst die Bekanntheit und den Verkaufserfolg seiner Kunden: Ein Produkt wird durch das Etikett zur Marke. Das Unternehmen entwickelt darüber hinaus neue zukunftsfähige Produkte wie die Augmented Reality App „LABELinmotion“ oder „craftLABEL“. Jährlich entwickelt und produziert ein Team von 110 Etikettenliebhabern über 500 Mio. Etiketten auf modernsten Anlagen für Nassleim- und Selbstklebeetiketten. Mit 35 Prozent internationalem Geschäft zählen Unternehmen aus der Schweiz, Südafrika und Frankreich zu den Kunden.
www.vollherbst.com

Besuchen Sie Vollherbst auch auf facebook und Instagram:
https://www.facebook.com/VollherbstEtikettenLabels
https://www.instagram.com/vollherbst_etiketten_labels/

Weitere Informationen Vollherbst
Theresa Morand
Lichteneckstraße 1
79346 Endingen
T +49 7642 681 157
theresa.morand@vollherbst.com

Weitere Informationen Fair and Green e.V.
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53129 Bonn
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Öffentlichkeitsarbeit Fair and Green e.V.
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Die Zukunft des Mittelstandes sichern - Kleine Studie von Dr. von Mutius und Leonhard Zintl

Neue Studie: Die Zukunft des Mittelstandes sichern

Kleine Studie, Juni 2020 

Nachhaltigkeit als entscheidender Wirtschaftsfaktor in Krisenzeiten und für die Zukunft

Wie der Mittelstand die Corona-Krise erlebt und bewältigt hat, beleuchtet die „Kleine Studie Juni 2020“ mit dem Titel „Think Cross Die Zukunft des Mittelstands sichern“*, initiiert von Dr. Bernhard von Mutius und Leonhard Zintl. Die Antwort in Kurzfassung: Co-kreativ, kooperativ und erfolgreich.

Die Studie beleuchtet, welche Haltungen, Maßnahmen und Fähigkeiten hierfür entscheidend waren sowie welche Perspektiven und Überlegungen den Mittelstand auf die nächste Etappe, die bevorstehende globale Rezession, vorbereiten.

„Nachhaltigkeit ist für alle ein zukunftsentscheidendes Thema“ unterstreicht die Studie, die auf 22 qualitativen Tiefeninterviews sowie zahlreichen quantitativen Studien beruht. Ihr zufolge sind Nachhaltigkeit und Klimaschutz endgültig zu entscheidenden zukunftsfähigen Wirtschaftsfaktoren avanciert: CO₂-Footprint und Wertschöpfungsketten werden unter die Lupe genommen, klimafreundliche Produktions- und Lieferketten ebenfalls. Das bezieht regionale Produktionsstandorte konsequenterweise mit ein: Jetzt können Unternehmen neue Standards setzen, die die Zukunft revolutionieren. Innovation und Nachhaltigkeit wachsen somit zusammen.

Das Bild des Unternehmers ergänzt sich damit vom Unternehmer als schöpferischem Zerstörer (Joseph Schumpeter) hin zu einem Verständnis des Unternehmers als nachhaltigem Innovator.

Lesen Sie hier die ganze Studie: Think Cross Studie – Zukunft des Mittelstandes – Dr von Mutius

* Think Cross „Die Zukunft des Mittelstands sichern. Kleine Studie, Juni 2020“
Hrsg. Dr. Bernhard von Mutius und Leonhard Zintl vom „Cross Industry Netzwerk des Mittelstands“

Projekt ‚‚Nachhaltiges Obst‘‘: Entwicklung eines neuen Nachhaltigkeitsstandards im Obstanbau

Bonn, 19. Mai 2020 

Fair and Green e.V. ist seit Januar 2020 Praxispartner des von der EU und dem Land NRW geförderten Projekts „Nachhaltiges Obst“. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und gilt als Innovationsprojekt zwischen Praxis und Wissenschaft für Nachhaltigkeit und Biodiversität. Die Projektgruppe setzt sich aus fünf Obstbauern aus dem Rheinland und einem aus Süddeutschland, der Athenga GmbH als erfahrenes Nachhaltigkeitsberatungsunternehmen sowie der Universität Bonn (INRES-Gartenbauwissenschaften) als Forschungseinrichtung zusammen. Fair and Green e.V. nimmt durch seine langjährige Erfahrung als etabliertes Nachhaltigkeitssystem im Weinbau eine wichtige Rolle ein und unterstützt die Projektgruppe in den Bereichen Netzwerkbildung, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

Ergebnisse werden regelmäßig auf www.athenga.de aktualisiert.

Offzielle Pressemitteilung: Pressemeldung Nachhaltiges Obst

Liste der Partnerbetriebe:

 

Biodiversität im Weinbau: Neue Maßnahmen werden erforscht und umgesetzt

 

 

 

 

Berlin/Bonn/Geisenheim22 April 2020 

Deutschlands Weinberge sollen bunter werden: Im Bundesprogramm Biologische Vielfalt startet ein neues Projekt, in dem Winzerinnen und Winzer in allen 13 Weinbaugebieten beraten werden, wie sie mehr Biodiversität in ihre Reblandschaft bringen können. Dazu haben sich der Verband für nachhaltigen Weinbau, Fair and Green e.V., und die Hochschule Geisenheim zusammengetan, unterstützt durch den Deutschen Weinbauverband. Das Bundesamt für Naturschutz fördert das Projekt mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit über sechs Jahre mit 4,4 Mio. Euro. 

„Der deutsche Weinbau geht mit dem Projekt hinsichtlich der Förderung der Biodiversität einen großen Schritt voran und stellt sich seiner Verantwortung für den Erhalt der Artenvielfalt“, betont Klaus Schneider, Präsident des deutschen Weinbauverbands. Denn aktuell ist die biologische Vielfalt in vielen Weinbauregionen gering und entspricht in keinerlei Weise ihrem Potenzial. Viele Winzerinnen und Winzer wären jedoch bereit, Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität umzusetzen – aber das praktische Wissen dazu fehlt, und es mangelt an Beratungsangeboten und passgenauen Förderprogrammen. Hier setzt das neue Projekt AMBITO – Entwicklung und Anwendung eines modularen Biodiversitäts-Toolkits für den Weinbau in Deutschland“ an: Fair and Green berät im ersten Schritt 30 Modellbetriebe bundesweit, wie sie die Artenvielfalt in ihrer Arbeit fördern können. Gleichzeitig wird ein digitales Handbuch mit Maßnahmenvorschlägen entwickelt, mit dessen Hilfe eine weit größere Zahl von Betrieben erreicht werden soll. Die Hochschule Geisenheim berät und erforscht begleitend innovative Maßnahmen, wie sich in und um den Weinberg mehr Artenvielfalt fördern lässt und welche sozioökonomischen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um die Biodiversität im Weinbau nachhaltig zu stärken. Neben dem Klimawandel ist der stetige Verlust an Arten eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Forschung und Praxis müssen dabei Hand in Hand arbeiten, um diesen Trend zu verlangsamen und langfristig umzukehren. Wir versprechen uns viele neue Erkenntnisse aus diesem groß angelegten und langfristigen Projekt, sagt der Präsident der Hochschule Geisenheim Prof. Dr. Hans Reiner Schultz.  

Das Projekt richtet sich an Weinbaubetriebe in allen Weinbauregionen Deutschlands und schließt sowohl selbstvermarktende Weingüter als auch Weinbaubetriebe in Genossenschaften und Kellereien einDurch Leuchtturmbetriebe in jeder Region sowie durch regionale Biodiversitätsforen wird das Projekt weitere interessierte Betriebe zum Mitwirken einladen. „Wir wollten von Anfang an ein System entwickeln, das nicht rein schwarz-weiß entscheidet, sondern die Winzerinnen und Winzer in der Lösungsfindung unterstützt. Wir freuen uns sehr, mit diesem Projekt nun ein Instrument zu haben, um über unser Zertifizierungssystem hinaus mit zahlreichen Weinbaubetrieben in Deutschland zusammenarbeiten zu können. Wir werden in allen Weinbauregionen Biodiversitätsforen durchführen und dazu alle interessierten Betriebe einladen“, so der Vorsitzende und Initiator von Fair and Green e.V., Dr. Keith Ulrich. 

Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Information und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken.  

Weitere Informationen: 
https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm 
https://bit.ly/bfn_ambito 

https://www.fair-and-green.com/ambito

Kontakt: 

 

Stellungnahme der Leopoldina

Die Krise nachhaltig überwinden

Ausschnitte der dritten Ad-hoc-Stellungnahme der Nationalakademie Leopoldina vom 13. April 2020

"Angesichts der tiefen Spuren, welche die Coronavirus-Krise hinterlassen wird, vor allem aber wegen der mindestens ebenso bedrohlichen Klima- und Biodiversitäts-Krise kann es nicht einfach eine Wiederherstellung des vorherigen Status geben. Nicht zuletzt gilt es, aus den Erfahrungen mit der Coronavirus-Pandemie und ihren Ursachen Lehren für die Zukunft zu ziehen. Die generelle Zunahme der Bevölkerung, Urbanisierung und globale Mobilität, die Vernichtung und Abnahme der Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen durch Landnutzungsänderungen und der Klimawandel tragen wesentlich zum Ausbruch von Epidemien und Pandemien bei.

Staatliche Maßnahmen, die nach dem Abklingen der Pandemie wirtschaftliche Tätigkeit wieder anstoßen, sollten daher die Kriterien der Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellen. Mit einer nachhaltigen Ausrichtung der jetzt getätigten Investitionen und Programme entstünde die Freiheit der Beteiligten, die notwendigen Änderungen auf eine den jeweiligen lokalen und zeitlichen Gegebenheiten angemessene Weise umzusetzen, dringend nötige Technologieoffenheit beispielsweise bei der Energiewende herzustellen, regionale und globale Stoffkreisläufe zu schließen etc. Wird diese Chance vertan, so dürfte auf Grund der Größe der jetzigen Wirtschaftsprogramme ein später nötiges drastischeres Umsteuern extrem schwierig werden. Daher liegt in der Wahrnehmung dieser historischen Chance eine kaum zu überschätzende Verantwortung der Handelnden. Notwendig ist dabei eine transparente Kostendiskussion, die auch die massiven externen Kosten von Klima-, Umwelt- und nicht zuletzt daraus resultierenden Gesundheitsschäden berücksichtigt.

Konkret wird es zunächst darum gehen, wirtschaftliche Aktivitäten so anzustoßen, dass die in diesem Jahr unvermeidliche Rezession nicht zu stark ausfällt, die Wirtschaft wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehrt. Dieser sollte allerdings stärker als zuvor von Prinzipien der Nachhaltigkeit bestimmt sein, nicht zuletzt, weil hierin enorme Potentiale für die wirtschaftliche Entwicklung liegen. Dies erfordert ein entschiedenes Handeln von Seiten der Wirtschaftspolitik. Aller Voraussicht nach werden jenseits der jetzt getroffenen Maßnahmen und trotz der im System angelegten automatischen Stabilisatoren (geringere Steuereinnahmen, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen) weitere konjunkturpolitische Maßnahmen erforderlich sein. Dazu gehören auf der Einnahmeseite steuerpolitische Instrumente, wie die Einführung von Verlustrückträgen und die Erleichterung von Verlustvorträgen für Unternehmen (Abschaffung der Mindestbesteuerung), ein temporärer Übergang zur degressiven Abschreibung und das Vorziehen der Teilentlastung beim Solidaritätszuschlag. Die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags sollte erwogen werden. Auf der Ausgabenseite liegen vor allem staatliche Investitionen sowie der Abbau klima- und umweltschädlicher Subventionen auf der Hand. Dabei sollten strukturpolitische Zielsetzungen, etwa im Hinblick auf die öffentliche Daseinsvorsorge und den Schutz von Gemeinschaftsgütern speziell in den Bereichen Gesundheits-, Klima- und Ökosystemschutz, vorrangig berücksichtigt werden."

Weichen stellen für Nachhaltigkeit

"Alle politischen Maßnahmen, die nicht der unmittelbaren Rettung von Unternehmen dienen, müssen sich auf nationaler wie internationaler Ebene an dem Prinzip der Nachhaltigkeit orientieren. Daher müssen die folgenden Maßnahmen, die auf einer breiten wissenschaftlichen Evidenz und einem breiten gesellschaftlichen Konsens beruhen, weiterhin mit hoher Priorität umgesetzt werden. Der Aufbau einer klimafreundlichen Wirtschaft und eine konsequente Mobilitäts- und Landwirtschaftswende setzen wesentliche Impulse für Innovation und Wachstum. Dazu gehören die umgehende Einführung eines Preises für fossiles CO2, die schnellstmögliche Verabschiedung und Umsetzung der nationalen Wasserstoffstrategie sowie die Neuregelung des Strommarktes. Ziel muss ein starker europäischer „Green Deal“ bleiben."

Krise und Hoffnung

Den Blick nach vorn

Krise und Hoffnung - Ausschnitte aus dem Essay von Bernhard von Mutius der Website changeX

"Wird diesmal alles anders? Die große Frage. Die fast so sehr bewegt wie die, wie lange das alles noch dauert: die Bedrohung durch das Virus, der Ausnahmezustand, die Krise. Das wissen wir nicht, das kann niemand wissen. Dennoch gibt es auch in dieser Situation fundamentaler Ungewissheit Spuren, Zeichen, die einen Weg zurück in die Zukunft weisen. Sie sind noch schwach und flirrend, irritierend wie ein Lichtsignal am Horizont. Aber es gibt sie. Eine Spurensuche."

"Nachhaltig: Jetzt ist die Zeit, das Thema Nachhaltigkeit neu zu sichten: War das, was wir bisher unternommen haben, wirklich nachhaltig? Oder eher nur der Versuch, Effizienzpotenziale zu heben? Was nicht verkehrt ist, nur ziemlich einseitig. Und wenn Effizienz: Wie steht es künftig um unsere Wertschöpfungsketten? Was können wir mehr regional organisieren? Nicht nur im Medizin- und Pharmabereich. Wie können wir dabei branchenübergreifend nicht nur Effizienzpotenziale, sondern auch Innovationspotenziale heben? Wollen wir da nicht genauer hinschauen? Genauer hinschauen kann zum Beispiel für Mittelständler bedeuten, spätestens jetzt (sofern das nicht längst passiert ist) wirksame Klimaschutzlösungen aufzusetzen und eine Nachhaltigkeitsbewertung durchzuführen. Und dabei zu schauen, wie es andere machen, die hier Vorreiter sind. Viessmann zum Beispiel, Innovationsführer in Sachen Heizung, produziert schon heute CO2-neutral; oder das Netzwerk Fair'n Green, das ein Siegel für Nachhaltigkeit im Weinbau etabliert. Innovation und Nachhaltigkeit werden zusammengehören. Jetzt können wir neue Standards setzen, die künftig ganze Branchen revolutionieren. Hinschauen heißt auch: insgesamt achtsamer werden. Das gehört zur Kultur der kreativen Zusammenarbeit: schöpferisch für unser Tun und unsere Umwelt Verantwortung übernehmen. Greta würde fragen: Wenn ihr jetzt so schnell handeln könnt, um heute euer Leben zu retten - warum könnt ihr das nicht auch, um morgen das Leben künftiger Generationen zu retten?"

Das gesamte Essay finden Sie auf der Website von changex.de.

Zum Autor:

Dr. Bernhard von Mutius (Geb. 1949)

Bernhard von Mutius ist Senior Advisor und Mitglied im Teaching Team der School of Design Thinking, Mitbegründer der Denkbank, Gründungsmitglied des „New Club of Paris“, Beirat der Club of Rome Schulen, Beirat der Zeitschrift Internationale Politik, Mitwirkender im Netzwerk „Denkwerk Zukunft – Stiftung kulturelle Erneuerung“. Er arbeitet seit vielen Jahren als strategischer Berater für Wirtschaft und Politik und Begleiter von Veränderungsprozessen.

 

Kontakt:

Dr. Bernhard von Mutius
Küsselstraße 32
14473 Potsdam

Tel.: +49 151 22366006
bernhard@vonmutius.de
www.vonmutius.de

Foto: Copyright Richard Pichler, sowie Weingut Heymann-Löwenstein / Bernhard von Mutius

Winzer Sommerach Fair‘n Green zertifiziert

Die Winzer Sommerach verschreiben sich ganzheitlich der Nachhaltigkeit und übernehmen Verantwortung für Mensch, Natur und Klima. Mit dem Jahrgang 2019 wurde die Genossenschaft erstmals nach den Fair‘n Green Richtlinien zertifiziert.

Bonn/Sommerach 07.04.2020

Nach einjähriger Vorbereitungszeit haben die Winzerfamilien der Sommeracher Genossenschaft die Zertifizierung nach den Standards des Verbandes Fair and Green e.V. erfolgreich bestanden. Die Weine des Jahrgangs 2019 dürfen das in der Weinwelt anerkannte Siegel für nachhaltiges Wirtschaften tragen. Von der Betriebsführung über Wertschöpfungsketten, Ressourcenschonung und Ökologie bis hin zu gesellschaftlichen Aspekten verpflichten sich die Sommeracher Winzer zu einer weiteren kontinuierlichen Entwicklung mit dem Ziel, den Fußabdruck ihres Handelns auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten und Verantwortung für Mensch und Natur zu übernehmen. Bereits heute konnte die Genossenschaft im Rahmen der Zertifizierung starke Leistungen in mehreren Nachhaltigkeitsbereichen demonstrieren.

„Wir denken nicht in Jahrgängen, sondern in Generationen, so lautet eine unserer Andersdenkerregeln“ berichtet Frank Dietrich Vorstandsvorsitzender der Sommeracher Ortsgenossenschaft. „Als älteste fränkische Winzergenossenschaft arbeiten wir nicht nur kompromisslos an einer hervorragenden Weinqualität, sondern schützen und erhalten auch die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen. Wir sind unseren Winzerfamilien verpflichtet, die ihre Weinberge mit Herzblut und Leidenschaft zum größten Teil im Nebenerwerb bewirtschaften. Fair'n Green begleitet uns ganzheitlich und stetig die kleinen Strukturen in unseren Winzerdörfern nachhaltig zu erhalten und das Wirtschaften unserer Familien auch in Zukunft zu sichern.“

Fair‘n Green wurde von führenden Weingütern in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft entwickelt und wendet in der Beurteilung internationale etablierte Grundlagen, sowie wissenschaftliche Erkenntnisse für die Ökobilanzierung und die Ermittlung des CO2-Fußabdruckes an. Aktuell dürfen rund 70 renommierte nationale und internationale Weinerzeuger das Fair‘n Green Siegel tragen.

„Wir freuen uns, mit der Winzergenossenschaft Sommerach eine der traditionsreichen Genossenschaften Frankens und Deutschlands bei Fair’n Green begrüßen zu dürfen. Die Zusammenarbeit mit der Genossenschaft in den letzten Monaten zeigt ein großes Engagement der Winzerfamilien in Sachen umweltgerechtes Wirtschaften, ein regional verwurzeltes soziales Engagement und ein auf die Zukunft ausgerichtetes Verständnis von Wirtschaften“, erläutert Keith Ulrich vom Verband für nachhaltigen Weinbau.

Einigkeit macht stark- seit 1901. Aus wirtschaftlicher Not heraus fanden sich zu Beginn des letzten Jahrhunderts 35 Sommeracher Familien zusammen und errichteten ihre Genossenschaft WINZER SOMMERACH. Eine Reihe schlechter Jahrgänge, bis dato unbekannte Krankheiten der Reben und gänzlich fehlende Vermarktungsmöglichkeiten stellten die notleidenden Familien damals vor die Wahl, den Weinbau aufzugeben oder allen Mut und Pioniergeist zusammennehmen, um sich selbst durch eine bis dahin in Franken unbekannte Art der Gemeinschaft zu einem besseren Auskommen zu verhelfen. Seither bestimmt eine gemeinsame Vision den Weg der Winzerfamilien. Die Genossenschaft besteht heute aus 90 Familien. Kompromisslos erzeugen sie in ihren kleinen Parzellen und Betriebsgrößen Trauben für großartige Weine und überlassen dabei nichts dem Zufall. Ihr handwerkliches Können, die Unermüdlichkeit jedes Einzelnen und der hohe Anspruch der Genossenschaft machen die Winzer Sommerach zu einem der besten Weinerzeuger der Region.

 

Kontakt Fair and Green e.V.
Dr. Keith Ulrich
Tel 0228 886 844 80
keith.ulrich@fair-and-green.com

 

Kontakt Winzer Sommerach e.G.
Frank Dietrich
f.dietrich@winzer-sommerach.de
Tel 09381-8061 19